andersrum - ADHS-Training & Beratung

andersrum - ADHS-Training & Beratung

Wie bist du zu deinem Thema oder deiner Tätigkeit gekommen?

Nachdem ich selbst erst kurz vor meinem 30. Geburtstag meine ADHS-Diagnose bekommen habe, war klar, dass sich etwas ändern musste. Zu der Zeit war ich gerade wieder ein paar Monate aus der Karenz und von meinem Alltag und all den Anforderungen komplett überfordert. Mein Nervensystem hat nicht mehr mitgespielt und war im Daueralarmmodus.. Erst mit meiner Diagnose verstand ich, dass mein Selbstbild neu gelernt werden darf, um tatsächlich etwas ändern zu können. Dass meine Schulzeit nicht so schwierig war, weil ich "zwar schlau, aber faul" war. Dass ich Dinge nicht deswegen nicht zu Ende bringe, weil ich einfach zu dumm dafür bin. Dass meine Gefühle nicht jedes einzelne Mal komplett überwältigend oder nicht existent sind, weil mit mir etwas falsch ist. Aber damit war auch klar, dass ich tief in die Materie eintauchen, alles darüber lernen und anderen mit ähnlichem Hintergrund helfen wollte! Ich fand eine Ausbildung zur Fachberatung für Neurodivergenzen, absolvierte sie erfolgreich, kündigte meinen Job als Lehrerin, gründete "andersrum", startete meine Ausbildung zur Lebens- und Sozialberatung und machte mich mit meinem Herzensprojekt selbstständig. Seitdem begleite ich vor allem spätdiagnostizierte Frauen und helfe ihnen wieder zu mehr Selbstwirksamkeit in ihrem eigenen Leben.

Was/wo ist dein liebster Ort bei dir ums Eck und warum?

Die Praterallee und der Zentralfriedhof. Ich wohne eigentlich schon immer im 11. Bezirk und hatte die schönsten Spaziergänge und Laufrunden hier. Als jemand, der es liebt in der Natur zu sein, die Stadt aber nicht missen möchte, sind das meine zwei liebsten Orte, um kurz abzuschalten und die einzelnen Jahreszeiten zu genießen.