Volkert- & Alliiertenviertel
Eröffnungsperformance Traumspeisekammer

6
Jun
Donnerstag, 06. Jun. 2024
Von 20:00 bis 22:00 Uhr
Von 20:00 bis 22:00 Uhr

Erstellt von:
philomena+
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Anne Glassner & Gagik Arshàk
Eröffnungsperformance der Künstler*innen: 06.06.2024, 19 Uhr
philomena+, Heinestraße 40, 1020 Wien
Ausstellungsdauer: 07.06. – 27.07.2024
Öffnungszeiten: Mi-Fr 11-15 Uhr, Sa 15-18 Uhr
„Ich habe 35 Jahre geschlafen und bin gerade aufgewacht.“ Mit diesem Satz bekundet die bildende und darstellende Künstlerin Anne Glassner ihren Gefühlszustand, als sie zum ersten Mal von ihren armenischen Wurzeln erfuhr.
Welche Träume löst eine solche Entdeckung aus, welche Erinnerungen werden geweckt? Die gemeinsam mit dem Theater- und Filmkünstler Gagik Arshàk entwickelte Ausstellung Traumspeisekammer regt zu einer Auseinandersetzung mit diesen Fragen an.
Während Anne Glassner in einem Bauernhaus im Waldviertel aufwuchs, verbrachte Gagik Arshàk die Sommer seines frühen Lebens im Landhaus seiner Großeltern in Abaran in Armenien. Jeweils im kühlsten und nördlichsten Trakt der Häuser befand sich eine Kammer, die zur Lagerung und Konservierung von Lebensmitteln diente. Der simple Akt des Drehens des Türknaufs zu dieser Kammer erweckt heute bei beiden Künstler*innen Kindheitserinnerungen, die trotz geografischer Distanz und kultureller Unterschiede aus denselben Zutaten bestehen: Der Geruch von Kuhdung, der Hahnenschrei, die Marillen, Großmutters Schlaflieder, der Abendwind, der durch die Häuser pfiff, oder die Spaziergänge, „wo der Asphalt endete und die Freiheit begann“.
Als multisensorische Installation lädt die Ausstellung Traumspeisekammer ein, Träume und Erinnerungen konserviert in Einmachgläsern, Schubladen und Regalen zu erkunden. Dabei verschwimmen traditionelle armenische mit österreichischen Elementen, Erinnerungsfetzen realer Ereignisse mit solchen von Träumen. Was ist Realität und was ist Fiktion? Welche Erfahrungen wurden erlebt und welche verbergen sich im Unterbewusstsein, das durch Träume aktiviert wird?
Im hinteren Ausstellungsraum befindet sich die Küche, die Anne Glassner als Traumresidenz dient und in der, neue Träume ‚gebacken‘ und anschließend eingemacht werden. Auch die Besucher*innen sind eingeladen ihre eigenen Erinnerungen und Träume mitzubringen, um gemeinsam mit den Künstler*innen passende Konservierungsformen dafür zu finden.
Die Eröffnungsperformance lässt die Reise beginnen, wenn die Träumerin die Speisekammer betritt und dort auf die armenische Puppenspielfigur Karapet trifft. Karapet ist eine traditionelle Volksfigur, als Handpuppe diente sie den Armenier*innen als kritisches Sprachrohr und Massenmedium.

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