An der Angewandten Wien war ich mit 19 gleichzeitig Mutter und Studierende. Was andere als Widerspruch sahen, kannte ich schon lange als Spannung, die etwas zeigt — und als Frage: Wie hängen die Dinge zusammen, die wir so gern auseinanderhalten?
Das ist genauso praktisch wie philosophisch. Wenn ich heute mit Menschen arbeite, die gerade ein Studio aufbauen oder etwas Existierendes nachjustieren, spüre ich oft: da ist mehr, als nach außen sichtbar wird. Mich interessiert genau das: wie eine Marke lebendig bleibt, erkennbar als das, was sie wirklich ist. Und wie wir über die Beschäftigung mit der Identität eines Unternehmens oder Projekts eine Kultur des Arbeitens schaffen können, die eher von Geschichten des guten Miteinanders als von Survival erzählt.
Gehen gehört für mich zur Arbeit. Als Denkform, als eine Art, in der Welt zu sein, die Zusammenhänge zeigt, die sich am Schreibtisch nicht zeigen. Die ZinnoberReihe ist mein laufendes Format dafür — monatliche Spaziergänge durch Wien, bei denen wir mit Marke und Identität auf Spurensuche gehen.
Ich bin Komplizin für lebendige Verortung.
1000AND1 arbeitet mit dem Metabolismus von Identität.
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AUF DEN SPUREN DES ZINNOBERS NO.0001
Die Geschichte mit der Marke Wo stehst oder gehst Du mit deiner Marke? Jede Unternehmung hinterlässt Spure...

