Was sind deine Ressourcen? Finde zurück zu deiner Kraft 💛
Wenn wir spüren, was uns mit uns selbst verbindet, kommen wir auch mit unserer Kraft in Verbindung. Doch wie gelingt uns das im Alltag? Was gibt uns Energie, was tut uns gut und hilft uns, auch in herausfordernden Zeiten bei uns zu bleiben?
Oft richten wir unsere Aufmerksamkeit auf das, was noch erledigt werden muss, was uns Sorgen macht oder was gerade nicht gelingt. Dabei übersehen wir leicht, was uns stärkt und nährt.
Unsere Ressourcen sind die Kraftquellen, die uns helfen, mit uns selbst in Verbindung zu bleiben, Herausforderungen zu bewältigen und uns lebendig zu fühlen. Sie liegen in unseren Fähigkeiten, unseren Beziehungen, unseren Interessen und in den kleinen Momenten, die uns guttun.
Was gibt dir Kraft?
Die Antworten darauf sind so vielfältig wie wir Menschen selbst.
Der eine findet seine Kraft in der Natur. Beim Gehen im Wald, beim Blick in die Weite oder beim Spüren des Windes kommt er zur Ruhe. Ein anderer braucht dafür eine warme Badewanne, einen ruhigen Abend oder einfach das Gefühl, einmal nichts tun zu müssen.
Manche tanken Energie im Gespräch mit vertrauten Menschen, beim gemeinsamen Lachen oder in einer herzlichen Umarmung. Andere finden zu sich, wenn sie kreativ sind, musizieren, schreiben oder etwas gestalten.
Ich selbst spüre meine Kraft besonders in meiner Kreativität und in neuen Ideen. Wenn Gedanken sich verbinden und etwas Neues entsteht, fühle ich mich lebendig. Ich bekomme Lust, Dinge auszuprobieren und etwas in die Welt zu bringen.
Es gibt nicht die eine richtige Ressource. Entscheidend ist, herauszufinden, was dich persönlich stärkt. Was uns guttut, kann sich zudem verändern. Deshalb lohnt es sich, immer wieder neu hinzuspüren.
Wie finden wir Zugang zu unseren Ressourcen?
Der erste Schritt ist, unsere Aufmerksamkeit bewusst auf das zu richten, was uns guttut.
Das klingt einfach, ist im Alltag aber nicht selbstverständlich. Wir bemerken schnell, was fehlt oder schwierig ist. Seltener halten wir inne und fragen uns: Was brauche ich gerade? Was würde mir jetzt guttun?
Vielleicht beginnt es damit, den eigenen Atem wahrzunehmen, einen Moment still zu werden oder sich daran zu erinnern, wann man sich zuletzt lebendig und verbunden gefühlt hat.
Folgende Fragen können dir helfen:
Wann fühle ich mich ganz bei mir?
Was lässt mich aufatmen?
Bei welcher Tätigkeit vergesse ich die Zeit?
Welche Menschen tun mir gut?
Woran merke ich, dass meine Energie zurückkehrt?
Du musst nicht sofort Antworten finden. Es geht darum, neugierig auf dich selbst zu werden und wahrzunehmen, was dich stärkt.
Allein oder mit Unterstützung?
Manche Menschen finden ihren Zugang zu den eigenen Ressourcen selbstständig. Sie gehen spazieren, schreiben ihre Gedanken auf, bewegen sich oder nehmen sich bewusst Zeit für sich.
Andere merken, dass sie allein immer wieder in denselben Gedanken kreisen oder kaum noch spüren, was sie eigentlich brauchen. Dann kann es hilfreich sein, sich begleiten zu lassen.
Ein vertrauter Mensch oder eine professionelle Begleitung kann durch aufmerksames Zuhören, Fragen und neue Perspektiven dabei unterstützen, eigene Bedürfnisse und Kraftquellen wiederzuentdecken.
Begleitung bedeutet nicht, dass jemand anderes besser weiß, was gut für uns ist. Sie kann uns helfen, unsere eigenen Antworten wiederzufinden.
Wir dürfen selbst ausprobieren, was uns guttut, und uns Unterstützung holen, wenn wir sie brauchen.
Woran merken wir, dass unsere Energie zurückkehrt?
Vielleicht wird unser Atem ruhiger, wir fühlen uns leichter oder können wieder klarer denken. Vielleicht entsteht neue Zuversicht, die Lust auf ein Gespräch oder der Wunsch, etwas zu unternehmen.
Bei mir zeigt sich neue Energie oft durch Kreativität und Ideen. Wenn ich wieder Möglichkeiten sehe und Lust bekomme, etwas zu gestalten, ist das für mich ein Zeichen, dass etwas in Bewegung gekommen ist.
Vielleicht kennst du andere Zeichen: Du hörst wieder gerne Musik, hast Freude am Kochen, möchtest dich bewegen oder gehst offener auf Menschen zu.
Achte auf diese kleinen Veränderungen. Sie zeigen dir, was dich stärkt.
Dabei muss Energie nicht immer bedeuten, aktiv zu werden. Manchmal besteht die wichtigste Ressource darin, zur Ruhe zu kommen, sich zurückzuziehen oder sich eine Pause zu erlauben.
Eine kleine Ressourcenpause für den Alltag
Du brauchst keine große Veränderung, um dich deinen Ressourcen zuzuwenden. Schon wenige bewusste Minuten können ein Anfang sein.
1. Halte inne.
Nimm dir zwei bis fünf Minuten. Setze dich hin, öffne das Fenster oder gehe kurz nach draußen. Lass deine Aufgaben für einen Moment ruhen.
2. Spüre nach innen.
Frage dich: Wie geht es mir gerade? Bin ich angespannt, müde, unruhig oder gelöst? Nimm wahr, was da ist, ohne es sofort verändern zu müssen.
3. Frage dich, was dir jetzt guttun würde.
Vielleicht brauchst du Bewegung, Ruhe, frische Luft, ein Gespräch oder Zeit für eine kreative Idee.
4. Tu einen kleinen Schritt.
Geh ein paar Minuten spazieren, schreib einen Gedanken auf, ruf einen lieben Menschen an oder trink in Ruhe eine Tasse Tee. Wähle etwas, das sich für dich stimmig anfühlt.
5. Spüre nach.
Was hat sich verändert? Fühlst du dich ruhiger, klarer oder lebendiger? Oder brauchst du gerade etwas anderes? Auch das ist eine wertvolle Erkenntnis.
Wenn du möchtest, frage dich am Abend: Was hat mir heute gutgetan? So kannst du mit der Zeit besser erkennen, welche Ressourcen dich im Alltag stärken.
Entdecke, was dich mit dir selbst verbindet
Unsere Kraftquellen liegen oft näher, als wir denken. Vielleicht ist es die Natur, vielleicht sind es vertraute Menschen, deine Kreativität oder die Fähigkeit, auch in schwierigen Momenten neue Möglichkeiten zu entdecken.
Du musst nicht immer stark sein und nicht ständig voller Energie. Es reicht, wenn du beginnst, dich selbst bewusster wahrzunehmen und herauszufinden, was dich unterstützt.
Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf das richten, was uns guttut, stärken wir nicht nur unsere Ressourcen. Wir kommen auch uns selbst wieder näher.
Vielleicht beginnt es mit einer einfachen Frage:
Was tut mir gerade gut – und was brauche ich, um wieder mehr bei mir anzukommen?
Alles Liebe
Sylvia
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