Wo ist denn bitte meine Energie hin?
Ich höre diese Frage so oft. Ich kann sie auch fühlen.
Zu mir kommen vor allem Frauen & Mamas. Starke und liebevolle Menschen, die jeden Tag viel geben - in der Familie, im Job und wo sie sonst gebraucht werden.
„Ich bin einfach nur müde.“
„Ich funktioniere nur noch.“
„Egal was ich mache – Sport, Ernährung, Auszeiten – es wird nicht wirklich besser.“
Und ich glaube dir.
Denn es geht nicht nur um zu wenig Schlaf oder zu viele To-dos.
Es geht tiefer.
Du trägst so viel.
Deinen Alltag. Deine Arbeit. Deine Familie.
Den unsichtbaren Mental Load.
Die Erwartungen. Die Rollenbilder.
Das Gefühl, immer für alle da sein zu müssen.
Und oft auch das, was nie ausgesprochen wurde:
Alte Prägungen. Weitergegebene Erschöpfung.
Ein Leben im Leistungsmodus, das wir gelernt – aber nie wirklich gwählt haben.
Wir haben durch das funktionieren verlernt, wirklich zu fühlen.
Uns selbst zu spüren.
Verbunden zu sein – mit unserem Körper, mit der Natur, mit anderen.
Stattdessen ist Anspannung unser Normal. Dauerstress.
Mikro-Belastungen, die sich still in deinem Nervensystem speichern. Und wer nicht darüber reden kann, wie viel er leistet, hat schließlich wenig Wert.
Kein Wunder, dass deine Energie nicht einfach „zurückkommt“.
Du bist nicht falsch. Aber dein System ist erschöpft.
Und vielleicht ist genau jetzt der Moment, etwas zu verändern. Denn von dem, das alles so bleibt, wie es ist, passiert keine Veränderung.
Meine Ressource für dich ist nicht noch mehr tun.
Sondern anders.
✨ 1. Folge wieder deiner Freude – auch wenn sie leise ist
Nicht das große Lebensziel. Nicht die perfekte Morgenroutine.
Frag dich: Was fühlt sich heute ein kleines bisschen leichter an?
Ein Spaziergang ohne Ziel. Musik. Tanzen in der Küche. Ein paar Seiten des Buches lesen, das schon so lange auf dich wartet.
Freude ist kein Luxus – sie ist Regulation für dein Nervensystem. Und diese Regulation findest du in der Ruhe und in den so kleinen und banal klingenden Dingen. Es ist so einfach, das wir gar nicht daran glauben, dass es so einfach sein kann.
✨ 2. Spüre deine Grenzen – und nimm sie ernst
Du musst nicht warten, bis du komplett erschöpft bist.
Dein Körper spricht vorher mit dir:
Enge im Brustraum. Druck. Gereiztheit. Müdigkeit.
Das ist kein „ich muss mich mehr zusammenreißen“.
Das ist ein: Stopp. Schau hin.
Grenzen fühlen lernen ist der erste Schritt.
Sie zu wahren ist Selbstfürsorge auf tiefster Ebene. Und ein Nein zu jemand anderem ist ein Ja zu dir selbst.
✨ 3. Komm zurück in Verbindung
Mit dir. Mit deinem Körper. Deine Wahrnehmung deiner Selbst.
Dich hinsetzen und ein paar Minuten bewusst deinem Atem lauschen.
Deine Hand aufs Herz legen, die Augen schließen und einfach mit dir sein. Spüren, was die Berührung und Aufmerksamkeit mit deinem Körper macht. Bewusst deine Füße auf dem Boden spüren. Deine Verbindung zur Erde.
Zu Spüren, wo dein Körper die Sitzunterlage berührt.
Wahrzunehmen, ob du deine Beine spürst, dein Becken, deinen Bauch, deinen Rücken, die Schultern, den Nacken deinen Kopf. Mit dem Atem durch deinen Körper zu gehen. Mit dem Ausatmen bewusst loszulassen, alles, was sich gerade schwer anfühlt.
Das klingt simpel – aber genau hier beginnt Lebendigkeit. Im Fühlen. Im dich wieder spüren.
Du musst nicht erst alles im Griff haben, um dich wieder lebendig zu fühlen.
Du darfst jetzt anfangen.
In kleinen Momenten.
In ehrlichen Entscheidungen.
In der Rückverbindung zu dir selbst.
Und vielleicht spürst du es schon beim Lesen:
Da ist noch etwas in dir.
Nicht erschöpft.
Sondern wartend.
Auf dich. 🤍
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